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Was bedeutet Faire Kleidung und was steckt hinter der Fear Wear Foundation (FWF)?

Seit 2015 verkaufen wir Artikel von Mitgliedmarken der Fair Wear Foundation (FWF). Die FWF ist eine gemeinnützige Organisation, die gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen und weiteren Partnern wie Gewerkschaften, NGOs, Fabriken, Unternehmensverbänden und Regierungen an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie arbeitet [1]. Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden besser verstehen was eine Mitgliedschaft bei der FWF bedeutet und wie genau die FWF an ihrem Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie zu verbessern, arbeitet. Wir haben für euch auf folgende Fragen nach Antworten recherchiert und unsere Erkenntnisse für euch zusammen gefasst. 


Die Fair Wear foundation beurteilt und bewertet die Bemühungen ihrer Mitglieder zur Förderung besserer Arbeitsbedingungen in deren Lieferketten. Das bedeutet, dass Mitgliedsmarken, die das Fear Wear Logo verwenden sich dazu verpflichten, die Fair Wear Arbeitsstandards in ihren Lieferketten umzusetzen. 

 

Was genau beinhalten die FWF Arbeitsstandards? 

Insgesamt achtet die FWF auf 8 Arbeitsstandards, welche die Grundrechte der Arbeiter sichern sollen. 

  1. Keine Zwangsarbeit
    (Die Wahl des Arbeitsplatzes ist frei, ohne Zwang und Nötigung)
  2. Keine Diskriminierung
  3. Keine Kinderarbeit 
  4. Versammlungsfreiheit und Tarifverhandlungen
    (Arbeiter haben das recht, sich zu vereinigen und kollektive Verhandlungen werden respektiert). 
  5. Einhaltung des Mindestlohns
    (Bei Blutsgeschwister sogar "Existenz sichernd")
  6. Angemessene Arbeitsdauer 
  7. Sichere und hygienische Arbeitsbedingungen
    (Die Sicherheit und Gesundheit der Arbeiter werden geschützt)
  8. Reglung des Arbeitsverhältnisses durch legale Verträge
    (Die Arbeitsverhältnisse sind rechtsverbindlich mit einem fairen und gültigen Arbeitsvertrag)

Diese Standards basieren auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen und können als soziale Arbeitsrichtlinien in Unternehmen verstanden werden an denen sich Mitgliedsmarken orientieren und sich freiwillig dazu verpflichten sich zu stetig um deren Umsetzung zu bemühen. [2,3]

 

Wer ist für die Umsetzung von Arbeitsstandards verantwortlich? 
Es wäre natürlich schön, wenn man von den Fabriken gute Arbeitsbedingungen verlangen könnte. In der Realität sind Fabriken allein aber gar nicht in der Lage all das umzusetzen. Wer also ist für die Umsetzung von fairen Arbeitsbedingungen verantwortlich? Die Fabriken beschäftigen die ArbeiterInnen und spielen somit als Arbeitgeber natürlich eine große Rolle. Aber auch die Marken müssen ihren Teil dazu beitragen. Neben Qualitäts -und Preisforderung, können Markenunternehmen angemessene Arbeitsbedingungen verlangen und selbst positiv beeinflussen. Zum Beispiel können Marken faire Preise zahlen, realistische Lieferzeiten ansetzten und den Fabriken für zukünftige Bestellungen eine gewisse Sicherheit geben. [1]

 

Wie werden die FWF Arbeitsstandards in der Praxis umgesetzt?
Die FWF arbeitet gemeinsam mit Gewerkschaften, Arbeitnehmer -und Frauengruppen, Unternehmensverbänden, Regierungen und Verbraucher Organisationen in den Produktionsländern und in Europa an langfristigen Lösungen für bessere Arbeitsbedingungen. Die FWF unterstützt Mitgliedsunternehmen dabei soziale Arbeitsstandards umzusetzen, indem sie regelmäßig die Arbeitsbedingungen in Fabriken der Produktionsländer überprüft und über vorhandene Probleme öffentlich berichtet. Das passiert unter anderem über ein Überwachungs- und Beschwerdesystem, welches Mitgliedsunternehmen einführen müssen, und wodurch Arbeiter direkte Beschwerden bei der FWF einreichen können [1].

Es ist wichtig zu versestehen, dass die FWF keine Kleidungsstücke oder Produkte zertifiziert, sondern sich darum bemüht eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeitern, die am Herstellungsprozess der Kleider der Fair Wear-Mitgliedsunternehmen beteiligt sind voran zu bringen [1].

 

Was bedeutetet eine Mitgliedschaft bei der FWF? 
Eine Mitgliedschaft bei Fair Wear bedeutet, sich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu bemühen – aber nicht, dass alle Arbeitsrichtlinien bereits eingehalten werden. Um größere und konventionelle Unternehmen anzusprechen erwartet die FWF keine Einhaltung aller Standards zum Beitrittszeitpunkt. Alle Mitglieder sind jedoch dazu verpflichtet an einem Verbesserungsprozess teilzunehmen, um den oben aufgeführten Standards im Laufe der Zeit entsprechen zu können.

Mitgliedsunternehmen sind verpflichtet über Fortschritte bezüglich der Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu berichten. In den Berichten schildern Mitgliedsmarken wie sie die Fair Wear Arbeitsrichtlinien in ihrer Lieferkette umsetzen und welche Ansätze Sie haben um bestehende Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dazu gehören z.B. die Einführung von Unternehmensrichtlinien zur Unterstützung bei der Umsetzung von sozialen Arbeitsstandards. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel neue Vertragsvorlagen einführt in denen ein bestimmter Mindestlohn festgelegt ist, trägt das zu einer besseren Bezahlung und langfristigen Umsetzung von Existenz sichernden Löhnen bei (Arbeitsstandard 5 [1,4]. Siehe Beispiel.

 

Wie bewertet FWF die Bemühungen und Einhaltung von Fair Wear Arbeitsstandards?
Die FWF überprüft die Einhaltung von Arbeitsstandards auf Markenebene über einen sogenannten jährlichen „Brand Performance Check“. Dabei werden die Fortschritte bei der Umsetzung von Arbeitsstandards bewertet. Dass bedeutet, Mitgliedsmarken sind dazu verpflichtet einen Jahresbericht zu erstellen, in dem aktuelle Arbeitsbedingungen und Herstellungsprozess sowie damit in Verbindung stehende Probleme und Verbesserungen genau geschildert werden. Die Brand Performance Checks von Fair Wear sind ein Tool zur Bewertung der Berichterstattung über die Aktivitäten der Fair Wear-Mitglieder anhand einer Reihe von Leistungsindikatoren. Anhand des Endergebnisses wird jedes Mitgliedsunternehmen in eine Leistungskategorie eingestuft: „leader“; „good“ oder „needs  improvement“. (Insert Brand Performance Check Guide). Mitgliedsmarken erhalten die Bewertung oder den Status „Leader“, wenn Sie auf einem besonders fortgeschrittenen Niveau versuchen soziale Arbeitsstandards einzuhalten [4]. In unserem Artikel zu „Blutsgeschwister“ (verlinken) seht ihr an einem Beispiel was die Marke ganz konkret diesbezüglich macht.

Mit unserem Blog möchten wir Transparenz für unsere Kunden und Mitarbeiter schaffen. Wir denken dass es wichtig ist zu verstehen was das eigene Handeln für Auswirkungen auf die Gesellschaften hat. 

Wenn ihr Fragen habt, oder euch Ideen für ein interessantes Thema über welches wir schreiben sollen habt, könnt ihr uns gerne ein Mail schreiben:

Celina at BoomJack.de

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