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Warum entstehen PFCs bei der Herstellung von regenfester Outdoorkleidung und warum sind sie gefährlich für Umwelt und Mensch?

Die Umweltbilanz von Outdoor-Kleidung ist in vielen Fällen erschreckend [1]. Das liegt u.a. daran, dass Per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFC bei der Produktion eines einzelnen Kleidungsstücks notwendig sind, um wasserabweisende Beschichtungen herzustellen. Es ist leider nach wie vor etwas schwierig PFC-freie wetterfeste Kleidung zu finden [1,4], obwohl die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt allgemein bekannt sind. Auf unserer Suche nach PFC freien Alternativen haben wir uns einige Fragen gestellt und Erkenntnisse erlangt, die wir gerne hier in diesem Blog mit euch teilen würden.

Was sind PFCs und warum sind sie gefährlich für Umwelt und Mensch?
PFC steht für Per- und polyfluorierte Chemikalien und fasst über 8000 Stoffe zusammen, die negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben können, und die aus verschieden langen Kohlenstoffketten bestehen, bei denen Wasserstoffatome durch Fluor ersetzt werden [4]. Zu den Stoffen, die für die Outdoor Industrie von Relevanz sind gehören Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA) [4]. Laut Umweltbundesamt handelt es sich bei PFC um eine unnatürliche von der Industrie produzierte Stoffgruppe, die sich nur sehr langsam in der Natur zersetzt und bereits bei der Herstellung von PFC haltiger Outdoorbekleidung in die Umwelt gelangt [2]. PFC hat besondere Eigenschaften, wie beispielsweise Wasser-, Fett- und Schmutzabweisung, weshalb es besonders in der Textilindustrie viel Anwendung findet [2]. Die Chemikalienexpertin, Claudia Staude, weist auch darauf hin, dass der Mensch die meisten PFC über seine Nahrung, die Luft und verunreinigtes Trinkwasser aufnimmt. Neben flüchtigen PFC, die eingeatmet werden, gibt es wasserlösliche PFCs, die in Klärwerken nicht gefiltert werden und somit in Gewässer gelangen [1]. PFC können sich in Organismen anreichern und Rückstände sehr lange nachgewiesen werden. Zum Beispiel fand Greenpeace Rückstände in der Leber eines grönländischen Eisbären. Da die Chemikalien verhältnismäßig lange im menschlichen Körper zirkulieren ist das relativ Besorgnis erregend [1]. Menschen nehmen PFC oftmals über Nahrung, Luft und verunreinigtes Trinkwasser auf. Die Chemikalien können unsere Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und Krebs verursachen [3]. Es ist also wichtig die Anreicherung von PFC in Nahrung, Luft und Wasser durch die Herstellung von Kleidung zum Schutz von Mensch und Umwelt zu verhindern.

Wodurch kommen wir mit PFCs in Berührung?
PFCs kommen häufig bei Outdoorkleidung, wie Winter- und Regenjacken, zum Einsatz, wenn eine wasserabweisende Wirkung erzielt werden soll. PFC ist außerdem atmungsaktiv und besonders stabil [1]. Eine Regenjacke besteht aus mindestens zwei Schichten der Membran und der Deckschicht. Beide Schichten sind wasserabweisend, wobei der Membran den Feuchtigkeitshaushalt reguliert und die Deckschicht das Wasser abperlen lässt. PFC kommt in beiden Schichten zum Einsatz um diese Funktionen zu gewährleisten [1]. Bei der Herstellung von der Membran werden sogenannte PFOA als Emulgator eingesetzt. Dabei kann das eingesetzte PFOA in Spuren innerhalb der Membran auch nach der vollständigen Fertigstellung der Jacke nachgewiesen werden [4]. Leider haben Produktionsbetriebe oft keine ausreichenden Umweltschutzvorkehrungen, um zu verhindern, dass PFOAs bei der Produktion in Gewässer gelangen. Das Tragen nicht PFC freier Kleidung stellt jedoch kein direktes Gesundheitsrisiko dar, weil PFOA nicht ausdampfen kann [4].

Neben der Herstellung von Membranen wird PFC überwiegend bei der Imprägnierug von Kleidung verwendet. PFC-haltige Impregniermittel sorgen für wetterfeste Regen und Winterjacken, die auch nach mehrmaligem Waschen ihre wasserabweisenden Eigenschaften nicht verlieren [2]. Aber auch für Schuhe, Zelte, Schlafsäcke und Rucksäcke kommt PFC oft zum Einsatz [1]. Die viele Anwendung von PFC bei Outdoor Ausrüstung liegt daran, dass PFC durch seine Eigenschaften Atmungsaktivität und Wasserdichte ermöglicht. Es gibt PFC freie Imprägnier mittel, aber die Chemikalien werden weiterhin aufgrund der guten Ergebnisse häufig eingesetzt [4].

Was für PFC freie Alternativen gibt es?
Bereits im Jahr 2012 hat Greenpeace mit der Kampagne Detox den Ausstieg aus PFC und weiteren gefährlichen Chemikalien gefordert und darauf hingewiesen, dass besonders im Bereich der klassischen Outdoor-Bekleidung, wie eine wasserdichte Funktion im Vordergrund steht, eine Umstellung auf alternative florfreie Substanzen und Verfahren schnell vorangetrieben werden sollte [5]. In den letzten Jahren wurde für uns und unsere Kunden Aspekte wie ökologische und gesundheitliche Verträglichkeit zu wichtigen Kriterien bei der Auswahl von Outoorkleidung. Um die gestiegene Nachfrage nach nachhaltigen Produkten zu bedienen achten Markenhersteller zunehmend auf fluorfreie Technologien in der Textilveredlung von Outdoorkleidung. Dabei ist wichtig zu beachten, das Out-doorkleidung mit Textil Zertifikaten, die Schadstofffreiheit sigalisieren, nicht zwangsläufig PFC frei ist. Mit Fluor beschichtete Produkte können trotz der bekannten Risiken für Umwelt und Gesundheit mit dem Öko-Tex-Standard 100 oder dem Bluedesign-Standard zertifiziert werden [6]. Sogar bei Outdoor-Textilien, die als PFC-frei gekennzeichnet sind, können geringe Mengen von Fluorchemie enthalten sein. Obwohl Markenhersteller mehr und mehr auf eine PFC freie Herstellung setzen, stellt eine saubere Produktion ohne PFC-verunreinigte Chemikalien oder Produktionsstätten nach wie vor eine Herausforderung dar [6]. Wir haben für euch direkt bei den Herstellen unserer Outdoor Marken nachgeforscht, welche Methoden hinter unseren PFC freien Winter- und Regenjacken stehen.

Unsere PFC freien Winter- und Regenjacken
Weil eine PFC-freie Herstellung nach wie vor eine große Herausforderung in der Herstellung von  Outdoor Textilien darstellt, empfiehlt Greenpeace direkt beim Hersteller nachzufragen, ob tatsächlich für eine PFC freie Herstellung garantiert werden kann. Um euch die Suche nach Information zu erleichtern, haben wir für euch recherchiert, ob bei unseren Winter- und Regen Jacken für tatsächlich für eine  PFC-freie Herstellung garantiert werden kann. Wenn euch die Nachhaltigkeit von Outdoor Kleidung wichtig ist, könnt ihr euch also direkt hier in unserem Blog erkundigen welche PFC freien Methoden bei unseren Jacken verwendet wurden.

 Als PFC freie Ausrüstung eignen sich Dendrimere (z. B. Bionic Finish Eco®), Wachse, Paraffine (z.B. ecorepel®), Polyurethane (z. B. Purtex®), oder Silikone [6]. Unsere Winter Parker (Key Word) von Danefae (Key Word), Brun Hilde Winter Parker und Lizzy Winter Parker, nutzen sind zum Beispil mit Bionic Finish Eco® ausgestattet.

Es gibt inzwischen PFC-freie Alternativen, wie beispielsweise Bionic Finnish Eco von Rudolf ChemieBionic Finnish Eco ist die Dachmarke für outdoor Textilien, frei von Fluorchemie und trotzdem wasserabweisend, und steht somit für umweltfreundliche und ökologische Winter- und Regenjacken. BIONIC-FINISH® ECO  bietet eine Vielfalt von verbraucherfreundlichen Eigenschaften.

 

 

 


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